
Original by theblackrainbowstock.deviantart.com
Nicht nur deine Schritte zerstreuen im Glanz. Manchmal willst du es nicht wahrhaben, aber dein Gedächtnis belügt dich nie. Phantasien werden aufgespießt wie kleine, pummelige Bienen, die einsam und allein auf einer jeden Fensterbank ihr Leben ließen, das, obwohl die einzige jemalige Intention ihres Dasein darin mündete, das Licht zu erreichen, welches sie auf die andere Seite der Fensterschreibe zu locken verstand.
Nur heute ist nicht gestern. Nur heute ist ein Tag, an dem du nicht so recht weißt, wie dir geschieht. Eben nur heute. Und ansonsten gehst du zum Kühlschrank, um keine Lust auf gar nichts darin zu verspüren, dein Magenknurren zu betrügen und stickige Luft einzuatmen, die einem kalt werden lässt. Keine Gäste kommen zu Besuch. Entweder haben sie eine Ähnlichkeit entdeckt, die zwischen ihrer Ankunft und den verdammten Bienen besteht, oder sie haben einfach keine Lust auf die Einseitigkeit, die du mit jedem Wimpernschlag abzuschütteln versucht. Du kannst dir nicht helfen. Das ist dir so klar, wie die Januaratmosphäre, die dir einen regnerischen Blick auf die Weinberge verschafft, die sich streng in Reihen voller Rebstöcke anordnen, in der Hoffnung, dieses Jahr einen süßeren Wein zu produzieren als letztes.
Du magst keinen süßen Wein, aber an nur diesem Tag würdest auch du zu einem Glas greifen, sei es einfach nur, um das Bild der Bienenopfer, die deinem Gedächtnis anzulasten sind, ein für alle Mal aus dem Kopf zu bekommen.